WHK - Welser Hundesportklub Rosenau

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***Akuteller Kursbeginn: 26.02.2022 um 13:00 Uhr!***

Stöbern ist eine relativ junge Sportart bei der der Hund je nach Prüfungsstufe 2 bis 5 Gegenstände aus verschiedenen Materialien in einem 600 bis 1500m² großem Gelände finden und verweisen soll. Das Gelände kann dabei recht unterschiedlich aussehen: Wiese, Acker, Wald oder Brachgelände. Wichtig dabei ist nur, dass der Hund die Gegenstände nicht sieht.

Diese Hundesportart erfährt starken Zulauf und erfreut sich stets wachsender Beliebtheit.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Bei Stöberarbeit benötigt man keine großen Flächen, ein kleines Stück Gelände oder auch der Hundeplatz selbst reichen vollkommen aus. Dabei arbeiten alle Hunde nacheinander auf der selben Fläche, ein Umstand der die Stöberarbeit auch für Zuschauer sehr attraktiv macht.

 

Beschreibung der Stöberprüfung

 

Stöberprüfung 1 - 3 (IPO StPr 1 - 3)

 

1. Prüfungsstufen für die Stöberprüfung

Die Anforderungen sind unterschiedlich abgestuft und der jeweiligen Prüfungsstufe angemessen:

 2. Allgemeines

Zur Ablegung dieser Prüfung ist Voraussetzung, dass der betreffende Hund mindestens 15 Monate alt ist und die FCI-BH/VT oder eine nationale BH/VT-Prüfung abgelegt und bestanden hat.

Der HF meldet sich unter Nennung seines Namens und Angabe des Hundenamen und der Prüfungsstufe in sportlicher Haltung beim LR. Danach geht er mit angeleintem Hund zur angewiesenen Startpostion und nimmt dort eine Grundstellung ein. Zur Stöberarbeit wird der Hund abgeleint, die Leine ist jedoch vom HF mitzuführen.

Jeglicher Zwang und Gewaltanwendung sind zu unterlassen.

Geringfügiges Überschreiten der Grenzen des Stöberfeldes ist nicht fehlerhaft.

Zuschauer müssen sich in einem angemessenen Abstand zum Stöberfeld aufhalten.

 

3. Beschaffenheit des Geländes für die Stöberarbeit

Untergrund: alle natürlichen Böden (z.B. Wiese, Acker, Waldboden), Baumbestand ist möglich (Augensuche muss möglichst verhindert werden, deshalb keinen kurzen Rasen oder andere ähnliche Flächen). Das Stöberfeld soll vor dem Auslegen / Auswerfen der Gegenstände mehrfach kreuz und quer begangen werden, um beim Auslegen keine "Fährten" zu hinterlassen. Eine Abgrenzung des Stöberfeldes durch Markierungspfähle ist zulässig.

 

4. Gegenstände

Material: Holz, Leder, Kunstleder, Textil

Ausgelegte Gegenstände dürfen sich in Form und Farbe nicht wesentlich vom Geländeuntergrund abheben und sollen nicht sichtbar ausgelegt werden.

Die Gegenstände werden vom LR augelegt. HF und Hund müssen sich beim Auslegen der Gegenstände außer Sicht befinden. Es ist keine Liegezeit für Gegenstände vorgeschrieben. Mit dem Ansatz kann sofort begonnen werden.

 

5. Ansetzen des Hundes zum Stöbern

Die gedachte Mittellinie und die Umrisslinien des Stöberfeldes werden dem HF vom LR angegeben. Zu Beginn ist eine kurze Konditionierung des Hundes auf der gedachten Mittellinie des Stöberfeldes erlaubt. Der HF bewegt sich auf der gedachten Mittellinie, er darf diese nur zum Aufheben des vom Hund verwiesenen Gegenstandes kurz verlassen. Anschließend wird der Hund von der Mittellinie aus erneut zum Stöbern eingesetzt. Erlaubt sind Hör- und Sichtzeichen. Das Hörzeichen "Verloren" kann durch "Such"ergänzt werden.

Stöbern mit "hoher Nase" ist nicht fehlerhaft.

Die Stöberfläche kann mehrfach abgesucht werden.

 

6. Verhalten an den Gegenständen

Gegenstände müssen überzeugend verwiesen und dürfen vom Hund nicht berührt werden. Die Gegenstände sind sitzend, stehend, liegend oder im Wechsel zu verweisen. Ein HZ zum Verweisen ist nicht erlaubt und führt dazu, dass dieser Gegenstand nicht gewertet wird. Es sind keine HZ erlaubt, die den Hund am Gegenstand zum Hinlegen veranlassen. Hat der Hund einen Gegenstand verwiesen, begibt sich der HF zum Hund, zeigt den diesen durch hochheben dem LR an, begibt sich wieder zur gedachten Mittellinie und setzt dort den Hund zur Fortsetzung der Stöberarbeit erneut ein. Die Liegerichtung an den Gegenständen ist nicht vorgeschrieben. Der gefundene Gegenstand muss jedoch im unmittelbaren Bereich der Vorderpfoten liegen.

Der HF tritt immer seitlich an den liegenden Hund heran und darf sich nicht vor den Hund stellen. Kurzes loben nach hochheben des Gegenstandes ist erlaubt.

Nach dem Auffinden des letzten Gegenstandes ist der Hund anzuleinen. Danach erfolgen das Vorzeigen der Gegenstände und die Abmeldung beim LR.

 

7. Bewertung

Die Höchstpunktezahl für die Stöberprufung 1 - 3 beträgt jeweils 100 Punkte. Zum Bestehen müssen mindestens 70 Punkte erreicht werden.

Die Bewertungskriterien für alle 3 Stufen:

Die Gesamtbewertung erfolgt ebenfalls in Punkten und einer Note:

8. Ausführungsbestimmungen

Die Übung beginnt mit der Grundstellung am Rand des Stöberfeldes und endet mit einer Abmeldung beim LR. Die vom Hund gefundenen Gegenstände sind vorzuzeigen.

Positive Kriterien: Gleichmäßiges, ruhiges und fließendes Arbeiten, schnelles Lösen vom HF, unmittelbare Reaktion auf HZ, ausdauerndes und zielgerichtetes Arbeiten des Hundes, weite Seitenschläge des Hundes.

Fehlerhaft ist: Aufnehmen des Gegenstandes durch den Hund, Gegenstände, die mit starker Führerhilfe angezeigt werden sind nicht zu bewerten.

Nach Überschreiten der vorgegebenen Stöberzeit ist die Arbeit abzubrechen. Die bis dahin erreichten Punkte werden bewertet.

Weitere negative Bewertungskriterien sind: Unruhiges Verhalten beim Verweisen, bellen, unerlaubte Führerhilfen, weiträumiges Überschreiten der Stöberfeldgrenzen durch den Hund.